Stromberger Pflaume, Pflaumensaft sortenrein

Erntezeitpunkt: Ende August

Trinktemperatur: 14 – 16°C

Speisenempfehlungen: Kalb, Schwein, kräftiger Fisch, Braten, Schmoren, Grillen, Deutsche Klassiker, Mediterrane Küche

 

 

Ursprung:

Im münsterländischen Stromberg gedeiht die Zwetschgensorte Stromberger Pflaume. Sie wurde um 1790 aus Südfrankreich ins Münsterland gebracht und dort nach ihrer neuen Heimat benannt. Die Pflaume hat ein mildes Aroma, das mit einer ausgeprägten Fruchtsüße überzeugt. Die hochstämmige Pflaumensorte hat eine geschützte Ursprungsbezeichnung, um ihre Einzigartigkeit zu sichern und zu fördern. Nach dem Öffnen innerhalb von 5 Tagen genießen.

 

Expertise:

Der Saft zeigt im Glas eine helle, granatrote Farbe. Im ungeschwenkten Glas zeigen sich Aromen von Zimt, Vanille und reifen, fleischigen Pflaumen. Wenn man das Glas schwenkt kommen Noten von Marzipan, Haselnüssen und Holunderblüte hinzu. Der Pflaumensaft wird von einer zarten Süße durchzogen. Säure und Gerbstoffstruktur fallen sehr mild aus und hinterlassen eine angenehm mundfüllende Textur. Im Nachhall dominieren zunächst die Pflaumenaromen gefolgt von sehr angenehmen Noten von Marzipan, Vanille und gerösteten Haselnüssen. Ein milder und fruchtbetonter Saft, der durch die Aromen von süßen Gewürzen und gerösteten Haselnüssen seine Raffinesse bekommt. Pur genossen kommt der Saft am besten zur Geltung. Probieren Sie den Pflaumensaft auch mal mit sprudelndem Wasser vermischt. Als Pflaumensaftschorle wirkt er frischer und die Marzipannoten werden verstärkt. Mit seiner feinen Süße und Fruchtigkeit passt der Saft der Stromberger Pflaume zu allen Gerichten mit fruchtiger Tomatensauce wie Lasagne oder zu Spaghetti Bolognese. Aber auch zu anderen Fleischgerichten wie geschmorter Rinderroulade oder einfach zu Back-Camembert mit Preiselbeeren und Salatbukett. Der Saft kann wie nicht ganz trockener, leichter Rotwein etwas gekühlt zum Essen kombiniert werden. So kann er durchaus gegrillte Fischgerichte begleiten wie zum Beispiel Lachssteaks oder Dorade mit mediterraner Gemüsebeilage. Ebenso helles Fleisch wie Koteletts vom Kalb oder Schwein kann der Saft mühelos begleiten.


Romana Echensperger, Master of Wine

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