Morellenfeuer 100 % Sauerkirschsaft

Erntezeitpunkt: Juli

Trinktemperatur: 14 – 16°C

Speisenempfehlungen: Rind, Lamm, Wild, Ente & Gans,
      Pilze, Deutsche Klassiker, Französische Küche, Mediterrane
      Küche

 

Ursprung:

Die Kirschsorte Morellenfeuer ist Mitte des letzten Jahrhunderts als Kreuzung aus der "Ostheimer Weichsel" und "Früheste der Mark" entstanden. Da das Rheinland besonders gut für den Anbau der Sorte geeignet ist, stammen die verwendeten Kirschen von Kleinbauern aus der Region Aachen. Das feine Aroma und die milde Säure ermöglichen es, diese als 100% Direktsaft zu verarbeiten. Jahrgangsbedingt kann es zu weniger oder stärker ausgeprägter Säure kommen.

 

Expertise:

Der Saft zeigt im Glas eine brillante und dichte rubinrote Farbe. In der Nase erkennt man ein vielschichtiges Bukett von saftig-reifen Sauerkirschen, Marzipan und einem Hauch von mediterranen Kräutern, Zartbitterschokolade und schwarzem Pfeffer. Am Gaumen wirkt der Saft fast trocken, weil die zarte Süße durch eine mundwässernde Säure ausgeglichen wird. Am besten wird dieser Saft pur genossen. Wer möchte kann den Saft im Verhältnis 2:1 mit stillem Wasser vermischen. Dann kommt die saftige Kirschfrucht noch deutlicher zum Vorschein, der Saft wirkt trockener und der Gerbstoff prägnanter, aber immer noch sehr angenehm. Trocken, fruchtig und mit strukturiertem Gerbstoff kann das Morellenfeuer zu kräftigen Fleischgerichten wie mediterran gewürztem Lamm zum Sauerbraten, aber auch zur Weihnachtsgans mit Rotkraut und Bratapfel gereicht werden. Trocken, fruchtig und mit strukturiertem Gerbstoff, wird der Saft wie ein Bordeaux oder Chianti Classico zum Essen eingesetzt. So passt er zu Lammgerichten, wie Rücken vom Salzwiesenlamm mit Spitzpaprika und Fenchel oder zu Bistecca Fiorentina.


Romana Echensperger, Master of Wine

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