Die Rote Sternrenette

Die Rote Sternrenette ist seit jeher der Inbegriff des Weihnachtsapfels. Ob als farbig lustiger Fleck auf dem bunten Teller, im Ofenrohr goldbraun gebraten oder als Schmuck für den Christbaum – seit dem 19. Jahrhundert zählt der glänzend-rote Apfel mit den feinen gelben Punkten zum festen Repertoire jedes Weihnachtsfests. Diese besondere Bedeutung gewann die alte Kulturapfelsorte, die ursprünglich in den Niederlanden und am Niederrhein angebaut wurde, durch ihre glänzend rote Schale.

Lange frisch und knackig – ein echter van Nahmen Klassiker

Wenn die Lebensmittelvorräte am Ende des Jahres zur Neige gingen, schmeckte die Rote Sternrenette stets noch knackig frisch und verzückte die Herzen von Kindern wie Erwachsenen durch ihr abgewogen süßsaures, würziges Aroma. Nicht nur beim Weihnachtsfest, auch im Programm der van Nahmen Säfte hat die Rote Sternrenette den Status eines Klassikers. Mit ihr nahm die Privatkelterei im Jahr 2007 die Vermostung sortenreiner Säfte auf, die sich seitdem zu einem Erfolgsprogramm ausgeweitet hat.

Sorte: Kulturapfel

Die Rote Sternrenette ist auch bekannt unter den Namen „Herzapfel“ oder auch „Rote Herbstrenette“. Als Sorte gehört die Rote Sternrenette zum sogenannten „Kulturapfel“ (Malus domestica). Die Fruchtschale des Apfels ist zumeist dunkelrot und weist als typische Kennzeichen sternförmige, rostartige Lentizellen auf. Aufgrund des kräftigen Wachstums ergibt sich beim Hochstamm in der Anfangszeit zunächst ein relativ geringer Ertrag, der zudem erst nach rund 10 Jahren einsetzt. Im sogenannten Vollertrag trägt der Baum einen zufriedenstellenden bis guten Behang. Prägend für das Landschaftsbild sind die hochkugeligen, robusten Kronen. Beim Schneiden des Hochstammes wird eine breite, pyramidale Form „erzogen“.

Blütezeit der Roten Sternrenette

Spät und lang anhaltend ist die Blüte des Weihnachtsapfels, wodurch es auch zu großen Schwankungen in den Erträgen aufgrund fehlender Bestäubung kommen kann. Die Blüten bilden sich vor allem am langen Fruchtholz. Daher sollte dieses beim Baumschnitt lang belassen werden. Als Sorten für die Befruchtung sind beispielsweise Ontario, Champagner Renette, Cox, Gloster, Grahams Jubiläum, Baumanns Renette, James Grieve, Landsberger Renette oder Weißer Klarapfel eine Empfehlung.

Die Frucht

Die Rote Sternrenette ist von mittlerer Größe, wiegt durchschnittlich rund 110 bis 120 g und hat eine besonders gleichmäßige, runde Form. Ihre Schale ist glatt, trocken, relativ zäh. Die Farbpalette reicht von purpurfarben über scharlachrot bis hin zu dunkelrot. Typisches optisches Kennzeichen sind vielen markanten Schalenpunkte – Roststernchen, Dreiecke mit teilweisen „Höfen“ drum herum. Häufig ist auch eine feine hellbläuliche Bereifung zu sehen.

Das Fruchtfleisch ist von gelblich weißer Farbe, wobei es unter der Schale häufig rötliche Färbungen wie Leitbündel zeigt. Die Konsistenz/Bissfestigkeit ist mittelfest. Der Apfel ist mäßig saftig, das Aroma süßsäuerlich, leicht parfümiert und schwach aromatisch.

Ein Apfel für Allergiker

Die Rote Sternrenette ist eine alte Apfelsorte und nicht das Produkt einer Kreuzung mit möglicherweise allergieauslösenden Sorten. Daher ist die rote Sternerenette als reine Apfelsorte entsprechend auch für Allergiker ein echter Genuss zum Reinbeißen.

Lagerung: am besten im Kühlschrank!

Im Gegensatz zu beispielsweise Tomaten sollte der Apfel möglichst kühl, sprich im Kühlschrank gelagert werden. So haben kalifornische Forschungen in einer Studie gezeigt, dass sich die Haltbarkeit dadurch drastisch erhöht. Bei Zimmertemperatur lag die Haltbarkeit nur bei gut einer Woche, im Kühlschrank hingegen bei bis zu 6 Monaten. Grund: Die Kälte blockiert die sogenannte enzymatische Bräunung.

Rezepte

Aus den saftig-sauren Äpfeln lassen sich – ob frisch und unerhitzt oder am Herd und im Ofen zubereitet – vielerlei leckere Dinge zaubern. Die Palette der Möglichkeiten ist dabei so vielfältig wie die Ideen des Kochs oder Bäckers reichen bzw. wie es Äpfel am Baume gibt: als Nachtisch (z.B. engl. „Apple Crumble“), als Kuchen (z. B. Apfelstrudel) oder beispielsweise auch als Apfel-Chutney.

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