Cidre und Cider – Wo liegt der Unterschied?

Cidre und Cider – was ist das und wo liegen die Unterschiede? Wir klären auf!

Herstellung
Bei der Herstellung beider Schaumweine werden die Äpfel zunächst geerntet und anschließend gepresst. Im geschlossenen Tank oder in einer Flasche wird unter Druck der Apfelmost gegärt. Dieser Gärungsprozess, auch Fermentierung genannt, beschreibt den Prozess bei dem der Fruchtzucker in Alkohol und Kohlensäure zerlegt wird. Die entstandene Kohlensäure wird im Saft gebunden, um ein leicht perlendes Getränk zu erhalten. Beim Fermentierungsprozess wird hierfür die ursprünglich im Apfel enthaltene Hefe genutzt. Cider und Cidre unterscheiden sich bei der Herstellung in der Länge des Gärungsprozesses. Die Apfelmost Gärung bedarf bei dem britische Cider einer sehr langen Reifezeit, beim Cidre wird der Reifungsprozess sehr früh gestoppt.

Alkoholgehalt
Je länger man einen Saft reifen lässt, desto mehr Fruchtzucker wird in Alkohol umgewandelt. Dadurch, dass der Cider sehr lange gärt, ist sein Alkoholgehalt mit vier bis acht Volumenprozent entsprechend höher als der des Cidres, denn der Cidre Alkoholgehalt variiert nur zwischen zwei bis vier Volumenprozent. Abhängig davon, bei welchem Restzuckergehalt die Gärung gestoppt wird, entsteht ein süßliches oder trockenes Endprodukt. So unterscheidet man beim Cidre zwischen dem herberen Cidre brut, mit etwa vier Volumenprozent und dem lieblichen Cidre doux mit 2 Volumenprozent Alkohol.
Mithilfe von zusätzlich hinzugefügtem Zucker wird der Cider in einigen Fällen auf einen Alkoholgehalt von bis zu elf Volumenprozent gebracht.

Geschmack
Die Unterschiede im Reifungsprozess, aber vor allem auch die Auswahl des Apfels führen dazu, dass sich der Cider und der Cidre geschmacklich voneinander abgrenzen. Auch die Wetterverhältnisse während der Reifezeit bestimmen den Geschmack, sowie das Aroma des Apfelschaumweins. Für die Verarbeitung unseres Apfel-Cidres verwenden wir ausschließlich Äpfel traditioneller Obstsorten mit einem sehr feinen Charakter, um ein fruchtiges Aroma und einen erfrischenden Geschmack zu garantieren. Während beim Cider ein herber, kräftiger Apfel gewählt wird.

Kultur
Der Cidre stammt ursprünglich aus der Bretagne und der Normandie und wird daher auch häufig französischer Apfelwein genannt. Der Anbau der Mostäpfel begann bereits im 12. Jahrhundert und breitete sich bis zum 17. Jahrhundert über die gesamte Region der Bretagne aus. So zählen die Bretagne als auch die Normandie noch heute zu den Hochburgen des Anbaus schäumender Apfelweine. Traditionell wird der Cidre gut gekühlt aus flachen Tassen, sogenannten Bols getrunken, gerne aber auch aus einem Weißweinglas. Durch die normannische Eroberung der Briten kam der Apfelanbau und die gesamte Cider-Kultur nach Großbritannien, sodass der Apfelwein auch in Großbritannien – als Cider – Anklang fand. Cider wird ähnliche wie Bier aus dem Pint oder Half Pint Glas getrunken.

CIDERWORLD'20 AWARD
Bei dem CiderWorld Award werden jährlich Apfelschaumweine auf die Probe gestellt. In diversen Kategorien werden im Labor des getränketechnologischen Instituts der Hochschule Geisenheim die verschiedenen Schaumweine analysiert und von einer international fachkundigen Jury verkostet. In der diesjährigen Kategorie „Sparkling Cider“ wurde unser Apfel-Cidre 4% vol. von der CiderWorld mit Gold prämiert. Hierbei wurde unser, aus traditionellen Obstsorten hergestellter, Apfel-Cidre 4% vol. mit 114 von 120 möglichen Punkten bewertet. 

Unseren Cidre können Sie hier online bestellen.

Tags: Cidre, Cider, Apfel

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