Rundum Streuobstwiesen

Was ist eine Streuobstwiese?

Streuobstwiesen zeichnen sich durch eine gemischte Anbauweise von unterschiedlichen Obstbäumen aus. Es stehen unterschiedlich alte hochstämmige Obstbäume verstreut in der Landschaft. Streuobstwiesen befinden sich häufig in der Nähe von Bauernhöfen, da die Obstwiesen früher oft zur Eigenversorgung der Bauersfamilien dienten.

Wiesen mit Streuobst bieten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Zum einen werden die Bäume zur Obsterzeugung verwendet (Obernutzung) und zum anderen kann die Fläche zwischen den Obstbäumen zur Heugewinnung oder als Weide für verschiedene Tiere genutzt werden (Unternutzung).

Was macht Streuobstwiesen so besonders?

Heutzutage kommt das Obst was man häufig auch in Supermärkten findet nicht von Streuobstwiesen, sondern von Spalierplantagen. Auf diesen Niederstammanlagen können mehr Bäume auf geringerem Raum gepflanzt werden, die Früchte waren tendenziell größer und den Obstpflückern wird dadurch die Arbeit erleichtert.

Zwischen den 1960ern und den 1970ern setzte die EU für die Landwirtschaft sogar Rodungsprämien ein. Dies führte zu Fällungen von Bäumen auf Streuobstwiesen, um große Landschaftsflächen zu gewinnen. Hierdurch entstanden Obst-Monokulturen und die Streuobstwiesen, die als langsam wachsendes Kleinbiotop fungierten, gerieten in Vergessenheit.

Erst gegen Ende der 1980er/ Anfang der 1990er Jahre, erkannte man, dass die Kleinbiotope als Kulturlandschaft eine hohe Bedeutung, auch für viele Tierarten, hatte. Die Streuobstwiese bietet nämlich Tieren, wie zum Beispiel dem Steinkauz, Fledermäusen oder auch Bienen und Schmetterlinge Nistgelegenheiten, Unterschlupf und Nahrungsmöglichkeiten.

Was unternimmt van Nahmen, zur Erhaltung der Streuobstwiesen?

Streuobstwiesen zeichnen sich durch eine gemischte Anbauweise von unterschiedlichen Obstbäumen aus. Es stehen unterschiedlich alte hochstämmige Obstbäume verstreut in der Landschaft. Wiesen mit Streuobst bieten vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Zum einen werden die Bäume zur Obsterzeugung verwendet (Obernutzung) und zum anderen kann die Fläche zwischen den Obstbäumen zur Heugewinnung oder als Weide für verschiedene Tiere genutzt werden (Unternutzung). Die Landschaft und Landwirtschaft im Rheinland werden schon seit über 150 Jahren von Wiesen geprägt, auf denen Streuobst wächst. Bereits 1994 tritt die Familie van Nahmen aktiv für den Schutz von Streuobstwiesen ein. Da es mühsam war Streuobstwiesen nur über Subventionen zu erhalten, begann Rainer van Nahmen 1994 gemeinsam mit dem NABU Kreisgruppen Wesel, Krefeld und Viersen ein Aufpreiskonzept zu entwickeln. Inhalt des Konzepts war, dass die Obstwiesenbesitzer ihr reifes ungespritztes Hochstamm-Obst an uns liefern können und wir ihnen im Gegenzug einen höheren Preis für das Obst zahlen. Außerdem wird zweimal im Jahr eine gemeinsame Pflanzaktion durchgeführt, bei der 500-800 fast vergessene Obstsorten gepflanzt werden. Naturschutz und insbesondere der Erhalt von alten Obstsorten ist für uns eines der wichtigsten Prinzipien, was im Wesentlichen auch dazu beiträgt, dass erhaltenswerte Apfelsorten in Form von reinsortigen Säften vermarktet werden.

Was und wie kann ich als Verbraucher zum Erhalt der Streuobstwiesen beitragen

Gutes fängt im Kleinen an. Dies gilt auch für den Streuobstbau. Wer einen Garten sein Eigen nennen darf oder vielleicht sogar das Glück hat eine eigene Wiese zu besitzen, der kann an der jährlichen Pflanzaktion teilnehmen und einen passenden Obstbaum bei sich zu Hause pflanzen. Derjenige, der vielleicht nur Platz für einen Obstbaum hat, schafft bereits für viele verschiedene Tierarten Nistmöglichkeiten und eine Nahrungsgrundlage. Besonders Bienen mögen die heimischen Blüten der traditionellen Sorten und finden in den ungespritzten Blüten der hochstämmigen Bäume die ideale Futterquelle. Auch mit dem Genuss von Apfelsaft von Streuobstwiesen aus dem Hause van Nahmen fördern Sie den Erhalt von Streuobstwiesen. Denn Peter van Nahmen zahlt für die Lieferung von Äpfeln von Streuobstwiesen deutlich höhere Preise, als es üblich ist. Dadurch will er Streuobstwiesenbesitzer anregen ihre Wiesen zu pflegen und diese nicht in Bauland oder große Agrarflächen umzuwandeln.

Was muss ich beachten, wenn ich traditionsreiche Obstbäume selber anpflanzen möchte?

Besonders wichtig ist es, dass Sie sich vor dem Kauf vergewissern, dass es sich um eine traditionelle Obstsorte handelt. Heimische Bäume sind besser an die Voraussetzungen der Natur hier vor Ort angepasst und sind dadurch robuster und benötigen oft weniger Pflege. Auch die Sorte ist entscheidend. Je nach Sorte benötigt der Baum einen anderen Standort. Am idealsten ist der Spätherbst zur Pflanzung von Obstbäumen geeignet. Zu diesem Zeitpunkt können die Wurzeln noch fußfassen, bevor der Winter mit dem ersten Frost kommt. Durch den Regen im Herbst braucht man die Bäume auch nicht immer gießen. In trockenen Jahren sollte dennoch gegossen werden, damit der Baum gut anwachsen kann. Wenn der Winter vorüber ist und keine Frostgefahr mehr besteht kann auch im Frühling bis zum April gepflanzt werden. Das Pflanzloch für den Baum sollte 80 bis 100 cm breit sein und etwa 40 bis 50 cm tief. Der Boden sollte etwas aufgelockert werden, um das Wurzeln zu erleichtern. Wasserundurchlässige Schichten sind zu entfernen, damit Staunässe vermieden wird. Wenn das Loch vorbereitet ist kann der Baum zusammen mit dem Pflanzkorb eingesetzt werden. Während des Eingrabens muss die Erde immer wieder gut festgetreten werden. Junge Bäume können leicht durch den Wind oder weidende Tiere in Schieflage gebracht werden. Daher ist es wichtig Pflanzpfosten zu setzen. Mindestens zwei Pflanzpfosten sollten pro Baum verwendet werden. Mit Kokosstricken wird der Baum an die Pfosten gebunden.

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